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Polio Landesverband Schleswig-Holstein

Fit im Alter – Vortrag der Verbraucherzentrale Thüringen am Freitag, den 07.09.2012 anlässlich einer Studienreise des Polio-Landesverbandes Schleswig-Holstein

Gesund Essen
besser leben.

82 Mill. Menschen leben auf der Welt. Davon sind 20 Mill. 60 Jahre und älter, Tendenz steigend.
Die Bedürfnisse im Alter ändern sich. Das Übergewicht hängt überwiegend mit der Ernährung zusammen.
Ältere haben mehr Zeit für den Genuss. Deshalb tun sie oft zu viel des Guten. Daher ist es wichtig weniger zu Essen und auf die Fettwerte zu achten.
Ab dem 60zigsten Lebensjahr benötigen Männer 1900 und Frauen 1700 kcal am Tag.
Es sollte besonders auf die Nährstoffe geachtet werden.
Nahrungsergänzung: Bevor wir Nahrungsergänzung zu uns nehmen sollten wir beim Arzt ein Blutbild machen lassen, ob oder welche Nährstoffe uns evtl. fehlen. Bei zu viel Zusatzstoffen können wir unserem Körper eher schaden.

 

Bei der richtigen Ernährung kann ein evtl. Mangel ausgeglichen werden. Wichtig für uns ist: 3 ½ Std. Bewegung in der Woche, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und ein Körpergewicht von BMI 30 . Dann ist das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes und Krebs um 80% gemindert.
Wir bekamen alle eine Broschüre in der wir das Vorgetragenen in Kurzform nachlesen können.
Spannend sind die vielen kleinen Verköstigungen, bei denen wir beurteilen sollten, welches Brot ist Vollkorn, welches Getränk hat die meisten Fruchtanteile. Wir konnten Gemüsesäfte probieren und vegetarische Brotaufstriche.
Wir lernten die Ernährungspyramide kennen.

Tipp: Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Alle Wasserarten sind als Durstlöscher gut geeignet. Es ist wichtig genügend Flüssigkeit zu uns zu nehmen. Körperliche und geistige Fähigkeiten nehmen ab, wenn wir zu wenig trinken. 1 ½ bis 2 Liter am Tag sollten es sein. Gut ist es, sich einmal einen Tagestrinkplan aufzustellen.
Wir lernten wie viel Zucker in die Getränke gemischt werden. So sind in einem Fruchtsaftgetränk nur 12 % Zucker und in Fruchtnektar und Fruchtgetränk bis zum Dreifachen in einem Liter.

Vollkorn:
Tipp: bevorzugen sie zuerst fein gemahlene Sorten und steigern sie langsam die Verzehrmenge. Es sollten am Tag 4 Portionen Brot, Getreide, und Beilagen sein.
1 Portion= 1 fingerdicke Scheibe Brot bzw. 2 Hände voll Beilagen.
Es gibt nicht nur Vollkornbrot, auch Nudeln, Reis und Bratlinge. Vollkorn enthält viele lebensnotwendige Nährstoffe, wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine B1 und B 2, die Mineralstoffe Magnesium, Kalcium, Phosphor und ist reich an Ballsaststoffen.
Die Ballaststoffe regen zum Kauen an, beugen Darmkrankheiten vor und senken den Blutzuckerspiegel. Sie können den Cholesterinspiegel im Blut senken und dadurch helfen, Arteriosklerose vorzubeugen.

Ein weiteres Thema in dem Vortrag waren die Fette:
Tipp: Bevorzugen sie pflanzliche Öle, Butter, Margarine.
Bevorzugen sie Käse, bei dem der absolute Fettgehalt gekennzeichnet ist, z. B. in einer Nährwerttabelle direkt auf der Verpackung. Käse ist eine hervorragende Quelle für Kalcium, einem wichtigen Mineralstoff. Gut zu wissen, das fettärmere Käse oft mehr Kalcium als Fettreichere enthalten. Hart und Schnittkäse haben oft mehr Kalcium als Weichkäse. Appenzeller je 100 Gramm hat bei 50% Fett in der Trockenmasse, 32 g Fettgehalt ,800 mg Kalcium und 390 kcal.
Wir sollten wissen, dass wir 70 Gramm Fett am Tag zu uns nehmen dürfen. Wenn wir Fett benutzen, bitte ungehärtete Fette oder Pflanzenfett.
Wir erhielten zum Thema Käse, Wasser, Vollkorn und Lebensmittelkennzeichnungen jeweils ein tolles Infoblatt.

Gemüse und Obst
Wir sollten 5mal am Tag so viel Gemüse oder Obst, wie in unsere Hand passt, zu uns nehmen. Gern auch 2mal Obst und 3mal Gemüse.

Milch und Fleisch:
3 Portionen Milch und Milchprodukte sollten am Tag verzehrt werden.
Tipp: bevorzugt sind fettarme Produkte. Milch, Joghurt, Kefir, Buttermilch, Quark und Käse. Eine Portion = 1 Glas Milch, – 1 Scheibe Käse oder 1 Becher Joghurt.
1 Portion Fisch, Fleisch, Wurst oder Ei. Wobei Fisch, besonders Seefisch wegen des Jodgehaltes, zu bevorzugen ist.

Wichtig bei der Ernährung ist auch das Essverhalten. Wir sollten in Ruhe essen. Ohne Fernseher, Radio und andere Ablenkungen. Wir sollten uns Zeit nehmen gut durchzukauen. Auch zum Essen sollte getrunken werden.
Süßes: Wenn, dann nur wenig und mit Genuss. Diese Portion Extras sind z. B. 1 Stück Kuchen, 1 Riegel Schokolade oder 1 Glas süße/alkoholhaltige Getränke.

Bei uns in Schleswig-Holstein können sich alle unter http://www.verbraucherzentrale-sh.de über dieses Thema informieren.

Fazit: der Vortrag war sehr motivierend, interessant und lebendig vorgetragen.

Eva- Maria Goldt-Klimkeit

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