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Polio Landesverband Schleswig-Holstein

17. August 2016: Besuch des SPEEDY-Werkes anlässlich der 10. Studienfahrt des Polio-Landesverbandes Schleswig-Holstein

Wir fahren pünktlich um 10:00 Uhr ab in Richtung Delbrück, um heute das SPEEDY Werk kennen zu lernen. Von unserem Hotel, das Haus am Kurpark, wurde uns ein liebevoll zusammen gestelltes Lunchpaket mit auf den Weg gegeben. Um 10:00 Uhr treffen wir nach einer sonnigen Tour in der REHA-Technik GMBH ein. Wir werden von Herrn Holdhus empfangen, und er will uns die Produkte der Firma vorstellen und einen Teil der Fertigung zeigen.

studienfahrt3Die Firma wurde 1997 von Herrn Kuhlmann, einem rollstuhlsitzenden Konstrukteur und Unternehmer, gegründet. Er entwickelte ein Rollstuhlzuggerät für einen Rollstuhl mit Greifreifen-Antrieb. Es störte auch ihn, dass im Außenbereich die Unebenheiten der Wege durch die herkömmlichen kleinen Lenkräder oftmals ein Fortkommen unmöglich machte.

Seine Idee war ein großes Rad vorne am Rollstuhl, eingeklinkt in einem Liftsystem; gleichzeit wurden damit die kleinen Lenkräder angehoben. Für sein Zuggerät konstruierte er eine besondere Verbindung zum Rollstuhl; einem zusammenklappbaren Rollstuhl gab dieses Kupplungsstück noch eine zusätzliche Verstärkung. Alle künftigen Zuggeräte wurden diesem Kupplungs- und Liftsystem angepasst.

Die Produktpalette beginnt schon für die Kleinsten:  der SPEEDY-Miro für die Kinder und der SPEEDY-Junior für die Jugendlichen. Das SPEEDY-Bike ist für  Behinderte mit noch ausreichender Oberkörperkraft geeignet.

Weitere Zuggeräte der Firma SPEEDY gibt es mit Motorunterstützung, wie man es von unseren herkömmlichen Fahrrädern kennt.

Die SPEEDY REHA-Technik beschäftigt 50 Mitarbeiter, die Fertigung ist im Werk Delbrück. Es gibt mehrere Service-Center und zusätzliche geschulte Außendienst-Mitarbeiter. Von einigen Innendienstmitarbeitern wird nötigenfalls eine Hilfestellung bei der Antragstellung zur Kostenübernahme der Zuggeräte angeboten.

Nach der Vorführung und Erklärung der im Ausstellungsraum stehenden Geräte durften wir noch einen Teil der Fertigung und Montage besichtigen.

Um 13:30 Uhr verließen wir das Werkgelände mit viel Wissen und der Erkenntnis, dass so ein Rollstuhl-Zuggerät die Mobilität erhöht und die Teilnahme der rollstuhlfahrenden Behinderten am Alltagsleben erhöht.

Voraussetzung bleibt dabei, die/der Behinderte hat noch ausreichend Restkräfte dafür.

Rainer Steinfeldt

Gefördert von der Logo AOL NordWest in Kiel

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