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Polio Landesverband Schleswig-Holstein

5. Februar 2010 – Wie kann ich dazu beitragen, dass mein Gedächtnis fit bleibt?

Dies ist unser Thema beim Gruppentreffen im Februar.

Übereinstimmend stellen wir fest, dass die Leistung unserer Merkfähigkeit nachlässt.

Es wird berichtet, dies ist oft Tagesabhängig. Wenn wir gut geschlafen haben ist der Tag besser zu bewältigen. Steht aber „viel auf dem Zettel“ passiert es immer häufiger, das wir wichtige Dinge vergessen.

Gibt es Möglichkeiten hier Abhilfe zu schaffen?

Einige erzählen, dass sie sich ihren Tagesablauf aufschreiben. Andere berichten, sie planen Ruhephasen ein, damit sie nicht unter Druck stehen.

Wichtig ist, Termine die anstehen, rechtzeitig zu wissen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten. Wir merken also, der Zeitfaktor trägt dazu bei, dass wir etwas vergessen.
Aber viele bemerken auch, sie wollen erzählen und wissen das Wort nicht mehr. Wie hieß noch gleich: der Ort, die Person, wie war die Handlung von der wir berichten wollen?

Das macht Angst!

Ist das normal wenn wir älter werden?

Wichtig ist, wenn die Situationen sich häufen, die Begriffe die fehlen gar nicht mehr ins Gedächtnis zurückkommen, unseren Arzt aufzusuchen und es mit ihm zu besprechen.

Gibt es Möglichkeiten unser Gedächtnis fit zu halten?

Die Gruppenmitglieder berichten, dass sie:

  • täglich Kreuzworträtsel und Sudoku lösen, Skat, Schach, Bridge und viele andere Spiele spielen, nicht nur vorm Fernseher sitzen sondern aktiv bleiben (ins Museum gehen, Theater besuchen), Bücher und Zeitung lesen,
  • Singen und Gedichte lernen, viel an die frische Luft gehen,
  • Gespräche führen (auch am Telefon), da einige von uns sehr ans Haus gebunden sind.
  • Sport treiben; dazu gehört: Gymnastik in der Gruppe, Rollibike fahren, schwimmen.
  • Einige haben viel Spaß bei den vielen Fernsehquizsendungen mitzuraten.
  • Briefe und auch Lebensläufe, Zeitgeschichtliches zu Papier bringen.
  • Und wir malen, handarbeiten und arbeiten mit Holz.
  • Der PC wird genutzt zum Bilderbearbeiten, zum Spielen wie z. B. Nintendo, Mahjong,
  • zum Internetsurfen, Foren zu besuchen, ganze PC-Anlagen werden neu gebaut.
  • Es wird erzählt, dass die Gartenarbeit genutzt wird, um die Gedanken laufen zu lassen.
  • Englisch lernen und viel mit den Enkelkindern unternehmen, dazu gehören auch die Schularbeiten. Dies trägt sicher dazu bei, unser Gedächtnis fit zu halten.

Wichtig ist dabei, so stellen wir fest, flexibel zu sein, die Abwechslung braucht unser Gedächtnis. So wäre es hilfreich einmal für einen Tag alle Dinge die wir sonst mit der rechten Hand ausüben, versuchen mit der Linken zu erledigen, Zähneputzen, uns kämmen, die Tasse oder den Telefonhörer halten usw..

Wer kann sollte viel mit anderen Menschen in Kontakt bleiben, dazu gehören unsere Gruppentreffen und auch nur das kurze Gespräch mit unseren Nachbarn hilft.

Und täglich an die frische Luft, wer nicht laufen kann, nimmt den Rolli. Bei ganz schlechtem Wetter die Fenster auf und mindestens 10 Minuten in den Himmel sehen, das tut auch der Seele gut.

Ich lese nun Sätze vor, die von der Gruppe ergänzt werden müssen. Es sind bekannte Sprichworte oder Zungenbrecher, wie z. B. Was Hänschen nicht lernt,…….oder Fischers Fritze……
Dabei haben wir viel Spaß. Die Freude am Tun, motiviert uns an den Dingen dran zu bleiben und unser Gedächtnis fit zu halten.

Eva-Maria Goldt-Klimkeit

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